Gespeichert unter: K3 Wortspiele | Schlagworte: Ratespiel, Rätsel, Spass, Wortspiel, Zeitvertreib

Gespeichert unter: News
der irische star hutdesigner philip treacy vergibt auch dieses jahr wieder den treacy award for funny hats. die gewinnerin dieses jahr ist die mexikanische star designerin zelma del rio. ihre hutkreation wurde von treacy als „übergrosse brechtüten mit sichtfenster“ bezeichnet. die beiden modelle auf dem bild scheinen zu ahnen, dass diese schöpfung keinen erfolg haben wird.

Gespeichert unter: News

schweizer zeitungen verbreiten panik im berner oberland. der gletschersee oberhalb von grindelwald soll nächste woche überlaufen. der grund dafür ist die überhöhte zufuhr von schmelzwasser. ndn hat jedoch aufgedeckt, dass es sich bei den gezeigten bildern lediglich um billige fotomontagen haltet. auf dem original foto dass der redaktion vorliegt, sind die effektiven grössenverhältnisse des „gletschersee“ zu sehen.
Gespeichert unter: News
geständnisse eines autors. teil eins.
es ist kurz nach mitternacht in der redaktion. während dem die abteilung printmedien auf hochtouren läuft um den abgabetermin für den druck einzuhalten, beschäftigen wir uns mit solitär und wissenschaftlichen experimenten. was passiert zum beispiel wenn man einem gestressten nachrichten reporter um 01.00 uhr morgens, nach einer gepflegten 26 stunden schicht, seine zwanzigste linie kokain mit backpulver ersetzt? oder wer findet es nach mitternacht noch lustig, wenn man die einzige kaffe maschine im büro mit einem „defekt“ schild dekoriert? die antworten auf diese fragen: erstens. starkes niesen kombiniert mit der blanken wut, weil man beim niesanfall das restliche kokain in der ganzen redaktion verteilt hat und sich die anderen redakteure wie eine horde nasenloch getriebener miniatur dysons ans einsammeln der rückstände machen. zweitens. niemand.
aber natürlich gibt es auch in der online redaktion drogenmissbrauch. mein tischnachbar thomas zum beispiel (name wurde wegen persönlichkeitsschutzes geändert) zeichnet sich auf seinem glastisch gerne mal den grundriss seines hauses mit amphetaminen nach und beginnt mit seiner nasalen entdeckungstour beim haupteingang. dies liegt wohl daran, weil er aufgrund eines sonderberichtes seit über einer woche sein zu hause nicht mehr gesehen hat. wir andern schlagen uns hauptsächlich mit pornografie (das internet trägt bei uns den übernamen www – wood wank web), kaffe und der konsultation diversers online-shops für private bestellungen auf geschäftskosten durch. nebenbei lesen wir auf 20 minuten oder blick online was es in der welt neues gibt und schreiben zusammenfassungen der artikel für die eigene seite. zur zeit scheint das thema schweinegrippe im trend zu liegen. aber da wir geschlossen der meinung sind, dass es sich dabei lediglich um einen aufgeblasenen pr-gag der rindfleischindustrie handelt, wenden wir uns lieber wichtigerem zu.
fortsetzung folgt.
Gespeichert unter: K3 Wortspiele | Schlagworte: Ratespiel, Rätsel, Spass, Wortspiel, Zeitvertreib

Gespeichert unter: Gedanken zum Tag
in eher unregelmässigen abständen versuche ich, mein wöchentliches fitnesspensum mit neuen disziplinen zu erweitern. leider hat sich dadurch in den letzten jahren kein ausgedehntes sportprogramm ergeben. es wurde lediglich die eine übung durch eine andere abgelöst. so wechselte ich von anfänglichen rumpfbeugen zu liegestützen, später dann zum joggen oder schwimmen und heute schliesslich, bin ich bei der königsdisziplin für hobby sportler angekommen: dem seilspringen.
grundsätzlich ist das seilspringen eine tolle sachen. das nötige equipment ist leicht zu beschaffen und sowohl im ankaufspreis, wie auch in der wartung sehr preiswert um nicht zu sagen kostengünstig. das training kann auf kleinstem raum stattfinden und bis auf die lärmemissionen beim auf und ab hüpfen entstehen keine schadstoffe. der bewegungsablauf ist einfach aber effektiv und für fortgeschrittene wären sogar zusätzlich tricks wie doppelhüpfer oder links-rechts wechsler erlernbar. die optimale ergänzung also zum trägen büroalltag. doch so einfach das training mit dem seil auch scheinen mag, so schrecklich können die folgen davon sein.
montag 27. april 2009, 17.05 uhr mez. mein training beginnt. im tv läuft eine folge simpsons. die 20 minuten laufzeit der serie sollen als motivation dienen und wirken auf mich im ersten moment als realistische zeitvorgabe für eine trainingseinheit. das seil wird in schwung gebracht, die beine machen mit, die zweite umrundung findet statt – ich stehe noch. ein erstes hochgefühl macht sich breit und die trügerische hoffnung, doch besser in form zu sein als geglaubt. nach einigen minuten und vereinzelten neuanfängen wegen seil technischen bagatell zwischenfällen, wage ich mich an eine erhöhung der drehgeschwindigkeit. nachdem die ersten sprünge gelungen sind und ich mich bereits in sicherheit wiege, passiert das unglück. ein kurzer moment des unkonzentriert seins führt zu einer fehlerhaften landung. der rechte fuss schlägt ungewohnt rist-lastig auf und bricht unter dem gewicht der nachschwingenden fettpolster zusammen. gleichzeitig verwickelt sich das springseil auf beinahe absurde art und weise mit dem linken bein, den beiden armen sowie dem hals. besser verpackt als die meisten gäste auf guantanamo bay stürze ich scheinbar in zeitlupe in richtung tisch. meine kniescheibe schlägt wuchtig in die unangenehm harte kante der platte. während ich mich noch frage, ob das knackende geräusch von meinen knochen oder dem tisch erzeugt wurde, fliege ich rücklings in richtung des frisch sortierten dvd regals. unter dem tosen des holzes gehe ich zu boden, gönne meinen knien einen zweiten aufprall – dieses mal auf stein. unterdessen steht auch fest, dass dieses knackende geräusch vom knie erzeugt wurde. während in einer symphonie aus splitternden knochen und panischen schreien die dvd hüllen herunter regnen merke ich, dass die tortur noch nicht vorbei ist. mein auge hatte das glück, vom griff des springseils aufgefangen worden zu sein. die folgen davon sind eine schwerwiegende augapfelprellung sowie eine prägung meiner iris durch das hersteller logo auf der rückseite des griffs. zurück bleibt das wissen, dass eine weitere sportart für mich gestrichen ist.
stunden später schleppe ich mich mit tränendem auge erneut vor den fernseher. während dem ich mich selber mit einem lukullischen mahl für die höllenqualen entschädige, schwindet die motivation überhaupt jemals wieder eine aktive, sportliche betätigung zu betreiben. viel mehr nehme ich mir vor, künftig nach art der römischen senatoren zu speisen und die olympischen disziplinen den griechen zu überlassen.
Gespeichert unter: Gedanken zum Tag
den lauf der zeit aufzuhalten versuchen viele. erfolgreich damit war bislang jedoch niemand. das die zeit mit zunehmendem alter immer schneller verfliegt ist zwar lediglich einbildung, trotzdem bleibt einem nichts anderes überig als diese wahrnehmungsstörungen zu akzeptieren. ich für meinen teil machte mir bislang keine gedanken deswegen. ich habe jeden tag genommen wie er gekommen ist – manch einen mit mehr und manchen mit weniger elan. doch als ich mich gestern auf dem nach hause weg befand, traf mich fast der schlag. da scheine ich doch tatsächlich gute drei monate meiner wertvollen zeit verloren zu haben. im regionalzug von münsingen nach bern begegneten mir fahnenschwingende schweizer; in der ferne war irgendwo ein feuerwerk zu hören. die stimmung war ausgelassen und der patriotismus wurde für einmal voller stolz zur schau getragen. für mich ist der fall klar: es muss 1. august sein. keine andere begründung könnte ein solches herdenverhalten sonst erklären. resigniert sitze ich also im zugabteil und muss mir eingestehen, dass nun auch ich zur alten garde gehöre. zu den menschen, die bei der stammtischrunde immer wieder erwähnen müssen, wie schnell doch die zeit vergeht.
Gespeichert unter: K3 Wortspiele | Schlagworte: Ratespiel, Rätsel, Spass, Wortspiel, Zeitvertreib

Gespeichert unter: Wort zum Sonntag
von guten-, bösen- und den geistern die ich rief
früh morgens, die vögel selber schlummern noch, werde ich häufig aus dem schlaf gerissen. schweissgebadet liege ich dann im bett und fühle mich ähnlich unwohl wie ein lieblos zurückgelassener sportsocken nach einem mehrstündigen training. meine augen sind noch kaum geöffnet und doch fühle ich bereits, wie sich im tiefschwarzen raum noch tiefschwarzere flecken selbstständig zu schemenhaften formen und gestalten modellieren. ich bin alleine, spüre aber deutlich die anwesenheit einer (noch) unsichtbaren entität.
nachdem ich mich schliesslich ausführlich bei wikipedia über den richtigen gebraucht des wortes „entität“ informiert habe, ist das ungute gefühl nebensächlicher geworden, beschäftigt mich aber trotzdem weiter. woher kommt dieses namenlose unwohlsein im dunkeln? warum ertappe ich mich immer wieder beim horchen und starren, beim verängstigten suchen nach einer fassbaren präsents in der tiefen nacht? warum generiert mein gehirn aus dunkelheit und schatten immer neue gestalten wo eigentlich gar keine sein sollten? aber versuchen wir doch erst mal den sachverhalt zu klären. ich wohne alleine. alleine in einem alten, einsamen holzhaus. fast 120 jahre steht es nun da dieses häuschen, hat zugesehen wie rundherum eine stadt gewachsen ist. ich weiss nicht was alles schon passiert ist hier. ich weiss nicht wie viele menschen darin ihren lebensabend verbracht haben. ich weiss nicht welch schöne oder grausame geschichten mein häuschen erzählen könnte. fest steht jedoch, dass es so einiges schauderhaftes und gruseliges zu erleben gibt. da wäre zum beispiel das knarren des holzes. als würden die geister nacht für nacht über die maroden dielen spazieren um präsents zu markieren. dann folgt das klappern der ziegel oder ein einsamer marder welcher bei seinem mitternächtlichen nestbau über die balken trampelt. zu hören gibt es immer etwas. und gepaart mit meiner blühenden fantasie entsteht ein perfekter nährboden für absonderliche paranoia aller art.
doch reichen diese geräusche wirklich aus um solch eine gänsehaut zu erschaffen? ich glaube nicht. ich fürchte die gründe dafür sind nicht ganz so einfach zu finden. schätzungsweise gibt es zwei begründungen. eine davon plausibel, die andere mehr oder weniger spiritueller natur. erstens: der jahrelange konsum von gruseligen, schaurigen oder horrorhaften filmen hat mich von der realität entfremdet und suggerierte unterbewusste wahnvorstellungen. zweitens: spirituelle existenzen, körperlose manifestierungen oder meinetwegen geister existieren tatsächlich – und ich gehöre zu den wenigen menschen, welche sie leibhaftig fühlen können. in beiden fällen bin ich mit den auswirkungen davon unzufrieden. es wäre also an der zeit lösungen zu suchen. und auch hier sehe ich lediglich zwei behandlungsmöglichkeiten. erstens: durch eine kombination aus teletubbies und unsere kleine farm werden in monatelangen sitzungen sämtliche erinnerungen an traumatisierendes tv material verdrängt. oder zweitens: mit hilfe von vincent raven und uri geller suche ich die konversation mit den geistern und versuche sie zum gehen zu bewegen. doch die chancen auf erfolg sind bei beiden behandlungsmethoden ähnlich hoch wie die chance, dass uri geller seine löffel auch tatsächlich mal vor publikum verbiegt.
dem geneigten leser dürfte zwischenzeitlich aufgefallen sein, dass bei diesem beitrag auch die chancen auf ein gehaltvolles ende mehr als gering sind. kein wunder. immerhin basiert der gesamte text auf dem im rausch ausgesprochenen versprechen, dass wort „entität“ in adäquater form einzusetzten. von einem geistreichen schluss war jedoch nie die rede. und weil das wort zum sonntag in knappen 10 minuten publiziert werden muss um seinem namen noch gerecht zu werden, wird dieser text als inhaltsloses füllmaterial in die analen der ndn-geschichte eingehen. ich habe fertig.
Gespeichert unter: K3 Wortspiele | Schlagworte: Ratespiel, Rätsel, Spass, Wortspiel, Zeitvertreib
