Gespeichert unter: Auf der Reise
25.07.2009 17:50 (mez +8)
vierte station: mt tamborine (gold coast, queensland)
der flug mit virgin blue ist schnell und unkompliziert und nach ein paar schüchternen blicken, finden wir schliesslich auch unser empfangskomitee. schnell wird klar, dass die gold küste ein schöner ort zum leben ist. die tropische vegetation, die strände, die überschaubaren ortschaften (mit ausnahme der millionenstadt brisbane natürlich) sowie die traumhafte, hügelige landschaft nur wenige kilometer vom meer. und irgendwo dort oben, auf dem etwa gurten hohen berglein, steht unser künftiges feriendomizil. gespannt aber verhältnismässig gelassen werden wir über kurvenreiche strassen chauffiert. abgelegen ist es hier. kein ort für partytiger. rund eine stunde fährt man bis an die strände des gold küsten party mekkas surfers paradise. doch mich kümmert das nicht weiter. das budget ist ohnehin knapp und australien überschreitet in vielerlei hinsicht das schweizer preis/leistungs niveau. nach einer verwirrenden fahrt durch ländliche gegenden, vergleichbar mit einer fahrt über den gotthardpass, erreichen wir das anwesen unserer gastgeber. bereits vor ort ist das zweite empfangskomitee. eine bunte mischung aus handtaschen kompatiblen kuschelhunden und rottweilern die nicht minder kuschelbedürftig erscheinen. mit sicherheit würde man sich als einbrecher beim anblick einer schätzungsweise 200 kilo schweren rottweilerdame selber nass machen. sieht man das tier aber erst mal auf dem rücken liegend, mit allen vieren von sich gestreckt, ist es vorbei mit dem unguten gefühl. wie gesagt: alles nur kuscheltiere. aller erster güte.
nach einem kurzen spaziergang über das weitläufige und eindrückliche anwesen der gastfamilie werden wir an den eigentlichen zielort begleitet. und die erste herausforderung steht bereits vor der tür. unser fahrbarer untersatz für die nächsten monate. ein automobil deutscher herkunft vom typ volkswagen der generation golf. das an sich verunsichert mich nicht. es ist eher die tatsache, dass ich nach fast 10 jahren autofahren und plötzlich auf der linken seite einsteigen muss – um auf der rechten strassenseite zu fahren wohlverstanden. in solchen momenten ist man mehr als dankbar für einen aufmerksamen co-piloten. hilfreiche hinweise wie „fährst du nicht auf der falschen seite“, dürften für das überleben auf längere frist essenziell gewesen sein.
schluss und endlich neigt sich ein langer tag dem ende zu. gegen 17.00 uhr beginnt die nacht ihre fängen um australien zu legen und bereits um 18.00 uhr hat man das gefühl, längst im bett sein zu müssen. wir haben unseren zielort erreicht. ein geräumiges häuschen nach typisch australischer bauart, ohne heizung, dafür mit klimaanlage; was einem bei arktischen 8 grad celsius in der nacht nicht unbedingt freude macht. doch das bett ist bequem und wenigstens die decken wärmen einem zufriedenstellend. nach weiteren 1000 kilometern reiserei, habe ich mir doch ein bisschen schlaf verdient…
3 Kommentare bis jetzt
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…auf der linken seite einsteigen muss – um auf der rechten strassenseite zu fahren…
Kommentar von Besserwisserin Muriel 14. August 2009 @ 09:52Eher umgekehrt, oder nicht?;-) Könnte sonst gefährlich werden!;-)
wie peinlich :-)
Kommentar von greiselbert 16. August 2009 @ 07:25Schön euch wohlbehalten angekommen zu wissen! Und diese 8° C sind doch nach unseren Openairerfahrungen ein Pappenstiel. Ausserdem seid ihr ja nicht zum Spass dort!
Kommentar von HNS 17. August 2009 @ 12:40